De Zegenbuck
De Zegenbuck hett mal an de Bäk stahn
un hett drinken wullt. Do kriggt he dar in' t Water sin Bild to sehn, wat
he von staatschen Bart hett un grot Hörn. "O", seggt he "ick kunn
mi wul mit en Barn faten!" "Denn mal her!" seggt de Baard, de hett achter
em stahn. Do verfehrt sick de Zegenbuck je ganz unbannig. "O - o", seggt
he un stamert, "ick sä man so. Wat red de Minsch ni, wenn he in' n
Drunk is."
Voß un Hahn
De Voß hett sick mal en Hahn fungen,
un as he em opfreten will, do seggt den Hahn: "Du mußt awer eers
beden, ehr du ittst, so hört sick dat."
Do folt de Voß sin Poten un fangt
an to beden un de Hahn flüggt na en Boom rup und kreiht. "Töf",
seggt de Voß, "op' n annermal will ick doch eers na de Mahltied beden."
En feinen Dokter
Buer Schütt un Buer Börger begegnet
sick mit Perd un Wagen op de Landstrat. In' n Vörbiföhren
röppt Schütt: "Du, Börger, mien en Perd is krank; hett Kolik."
"Kolik?" seggt Börger. "Hett mien ok hatt." "Prr!" seggt Schütt
un hölt still. "Wat hest em dennn geben?" "Terpentin heff ick em geben."
"So, Terpentin? Hü!" seggt Schütt. - Acht Dag naher begegnet
sie sick wedder op de Landstrat. "Du, Börger," röppt Schütt,
"mien Perd is dotbleben nah dat Terpentin." "Mien ok", seggt Börger.
Wein aus Plau am See - Marke "Multrecker"
Wissen Sie, was ein "Multrecker ist? -
Macht nichts! Sie haben nichts verpaßt. Es war nämlich eine
ausschließlich Plauer Spezialität.
Zum Burgturm gehörte damals ein Schloß.
Na ja, Schloß - nur für die bescheidenen Ansprüche der
Plauer Bürger. In diesem befand sich ein Kellergewölbe, von dem
nur noch wenige wissen. Darin war früher ein Weinkeller. Hier lagerten
von 1512 bis 1552 der Selbstgekelterte vom Klüschenberg. Der Südhang
des Klüschenberges war in diesen Jahren mit Wein bepflanzt.
Nun ist hier im Norden die Sonne nicht
gerade die üppigste. Und so war der Säuregehalt des Weines seine
besondere Geschmacksnote. Dies verlieh dem Wein im Volksmund den Namen
"Klüschenberger Multrecker". Ins hochdeutsche übertragen: "Klüschenberger
Mundverzieher".
Auf alle Fälle ist der Wein stetig
von dieser Qualität geblieben und hat dem Konsumenten dabei dat Mul
vertreckt. Ob zum Weinen oder Lachen lag dann an der Menge des getrunkenen
Rebensafts. - Und ganz böse Zungen behaupten, der Wein habe sogar
Löcher in die Tischplatte gebrannt. - Aber das ist wohl wirklich leicht
übertrieben.